Blockchain Revolution – wie das Crypto Valley Zug die Welt verändern kann

16.05.2017 | OG Zug Alumni

By:  Sonja Hübscher

Am 4. Mai 2017 besuchte die Ortsgruppe Chapter Zug Alumni das neue Departement Informatik der Hochschule Luzern in Rotkreuz. Zum öffentlich ausgeschriebenen Vortrag „Blockchain Revolution“ erschienen neben vielen ETH Alumni auch HGS Alumni und weitere Gäste. Der Abend überzeugte mit hochkarätigen Referaten, unter anderem von Monetas-Gründer und CEO Johann Gevers.

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OG Zug - Blockchain Revolution
OG Zug - Blockchain Revolution

Als erster Redner trat Tim Weingärtner, Vizepräsident des Departements Informatik der Hochschule Luzern, auf. Anschaulich und einfach erklärte er die Grundlagen der Blockchain Technologie. Im Wesentlichen handelt es sich dabei um eine verteilte, öffentliche Datenbank, die verschlüsselte Transaktionen der Teilnehmenden enthält und – wie im Falle von Bitcoin –  für das Verwalten von Geld genutzt werden kann. Während normalerweise für Geldaktionen zwingend eine dritte, vertrauenswürdige Partei (meist eine Bank) benötigt wird, ermöglicht Blockchain eine Transaktion ohne Zwischenstelle.

Zug: das neue Zentrum für Blockchain Technologien

Als zweiter Redner spracht Urs Emmenegger, ETH Alumnus und Informatiker, und zeigte anhand einiger aktueller Beispiele, wie der Kanton Zug in den letzten Jahren zum Crypto Valley, beziehungsweise zu einem weltweiten Zentrum für Blockchain Technologien wurde. Tatsächlich werden im Kanton Zug die meisten Bitcoin/Blockchain-Firmen weltweit gegründet.

Schutz von Eigentum als Wohlstandsfaktor

Der Star des Abends war der dritte Redner, Johann Gevers, Gründer und CEO der Firma Monetas. Die Startup-Firma Monetas hat eine Plattform entwickelt, mit der man sicher, rasch und billig, sowie unabhängig von Dritten, Transaktionen durchführen kann, wie beispielsweise Geldüberweisungen mit Bitcoin. Ebenfalls können mit dieser Blockchain Technologie andere Transaktionen wie Verträge oder Grundbuchauszüge abgeschlossen und festgehalten werden. Da Blockchain Technologien von Staaten kaum manipuliert werden können, ermöglichen sie einen korruptionsfreien Handel und schützen somit das Eigentum. Der in Südafrika aufgewachsene Johann Gevers sprach zudem über das hochinteressante Forschungsergebnis des Copenhagen Consensus (www.copenhagenconsensus.com), gemäss dessen das Schützen von Eigentum der wichtigste Faktor ist, um Wohlstand zu erreichen. Weiter ist ein dezentralisiertes Finanzsystem ein wichtiger Schlüsselpunkt, um eine freie Gesellschaft zu ermöglichen. Zudem fügte er an, dass Menschen, welche gut vernetzt sind, mehr Erfolg haben als Menschen, die schlecht vernetzt sind.

Eine weltweit freie Marktwirtschaft auch für die Ärmsten

Gevers Vision ist es, eine Infrastruktur zu erstellen, die weltweit allen, auch den ärmsten Menschen, erlaubt, kostengünstig korruptionsfreien Handel zu betreiben. Als Beispiel fügte er an, dass ein Bauer in Afrika vielleicht keine Schuhe habe, aber sicherlich ein Handy.

Können nun Transaktionen extrem billig und zudem unabhängig von Banken abgehandelt werden, dann kann dieser Bauer direkt über sein Handy einen Handel abschliessen. Sozusagen vom Anbieter zum Käufer. Dies gilt auch für Verträge oder Grundbuchauszüge, die als Beweis für Landbesitz dienen. Da herkömmliche Blockchains zu langsam sind, hat Gevers Firma Monetas eine neue Blockchain entwickelt, welche wesentlich schneller, sicher und privater ist. So hat Gevers Vision einer weltweiten freien Marktwirtschaft tatsächlich sehr gute Chancen, bald Realität zu werden. Mehr dazu unter:https://monetas.net/about/

 
 
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Mon May 29 00:58:45 CEST 2017
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