Math · Phys Alumni: Was wird aus mir nach dem Studium?

03.04.2015 | Math • Phys Alumni

Von:  Muriel Fischer

Die Alumni Fachgruppe Math · Phys lud am 13. März 2015 zum postETH Event im Dozentenfoyer. Studenten und Doktoranden erhielten die Möglichkeit, den zwölf anwesenden Math · Phys Alumni Fragen zu ihrer beruflichen Tätigkeit zu stellen – ganz ohne Zwang zur Selbstvermarktung.

Alumni auf dem Dach des ETH Dozentenfoyers

In welchen Berufsfeldern sind Math · Phys Alumni tätig? Was waren die Hürden beim Einstieg ins Berufsleben? Studierende und Doktoranden der Mathematik, der Rechnergestützten Wissenschaften und der Physik erhielten am postETH-Event die Möglichkeit, sich ganz persönlich mit Alumni ihrer Studienrichtung über deren Berufseinstiege und aktuellen Tätigkeiten zu unterhalten. Der Anlass, der vom D-MATH und D-PHYS unterstützt wurde, war schnell ausgebucht und so standen die Teilnehmer bereits bei der Verteilung der 90 Namensschilder Schlange.

Tipps zu Lebenslauf und Bewerbung

Mit einer kurzen Ansprache eröffnete André Frei, Co-CEO der Partners Group, den Anlass. Er erzählte von seinen ganz persönlichen Zweifeln am Ende des Mathematikstudiums und seinen Beweggründen für den Einstieg bei der Partners Group. Gleich zu Beginn stellte er klar: „Die Welt wartet nicht auf euch. Ihr müsst euch engagieren, um eine Stelle bei eurem Wunscharbeitgeber zu erhalten.“ Frei gab den Teilnehmern einige Tipps in Bezug auf ihren Lebenslauf und das Bewerbungsverfahren: „Regel Nummer eins: Der CV darf auf keinen Fall Schreibfehler enthalten. Und seid mutig und neugierig bei der Jobsuche.“ Er betonte, dass es sich nicht lohnen würde, im Bewerbungsgespräch jemanden zu sein, den man nicht ist. „Das Antreten einer Stelle ist wie das Eingehen einer Ehe. Ihr solltet an einem Ort anfangen, an dem ihr eine Zukunft sieht.“

Informationsaustausch in ungezwungener Atmosphäre

Anschliessend verteilten sich die zwölf Alumni an den vier langen Tischen, bereit sich den Fragen der Studis anzunehmen. Es bildeten sich regelrechte Trauben um die einzelnen Alumni. Die diskutierten Themen reichten von Arbeitszeiten und Löhnen bis hin zur Motivation und den grössten Herausforderungen am Arbeitsplatz. „Es ging weniger um inhaltliche Fragen meiner Arbeit“ erzählte die Alumna Sonja Angehrn. „Vielmehr wollten die Studenten wissen, wie ich damals meine Entscheidung in Bezug auf meinen Berufseinstieg getroffen habe und wie der Bewerbungsprozess genau ablief. Als angefragt wurde, ob sie am Event teilnehmen wolle, war die Antwort sofort klar: „Ich habe mir während meines Mathematikstudiums immer gewünscht, dass mir jemand erzählt, was man damit in der Berufswelt machen kann. Bei uns gab es keine Events dieser Art, das hat definitiv gefehlt.“ Auch die Organisatoren betonten, dass sie einen solchen Anlass zu ihrer eigenen Studienzeit sehr begrüsst hätten. „Als Student weiss man eigentlich nicht, was man nach dem Abschluss machen soll. Wir möchten mit diesem Event bei dieser wichtigen Entscheidung eine Hilfestellung leisten“, so Mitorganisator Daniel Plüss. Den Math · Phys Alumni war wichtig, dass eine ungezwungene Atmosphäre herrscht und sich der Anlass bewusste zu klassischen Jobmessen abgrenzt. Sobald ein tatsächliches Stellenagebot im Spiel ist, werde die Atmosphäre automatisch ein wenig steif und formell, meinte Stefan Bühler vom Organisationskommitee. „Wir wollten nicht, dass sich die Studis vermarkten müssen. Hier sollen sie Fragen stellen können, die sie sich ansonsten nicht zu stellen trauen – im kleinen familiären Rahmen.“

Grosses Interesse bei den Studenten

Bei den Teilnehmern kam der Anlass sehr gut an. Vor allem die persönliche Atmosphäre wurde geschätzt. Viele der Anwesenden wussten tatsächlich noch nicht, wie es nach dem Studium weitergehen sollte und kamen für eine allgemeine Orientierung. „Ich bin nun im 2. Jahr meines Mathematikstudiums und weiss noch nicht so recht, was ich danach machen soll. Hier bekomme ich einen guten Einblick durch Personen, die das gleiche studiert haben wie ich, aber schon im Arbeitsleben stehen“, sagte ein Student. „Es ist super, dass wir so nah und persönlich mit den Alumni sprechen und ihnen Fragen stellen können. Ich bekomme ein grobe Idee davon, was mit unserem Studium alles möglich ist“, meinte eine Physik-Studentin.

Um 18.30 Uhr war der Anlass offiziell zu Ende, was aber nicht bedeutete, dass auch alle Unterhaltungen zu Ende waren. Einige der Teilnehmer setzten sich zu intimeren Zweiergesprächen an einem der Tische nieder und vertieften sich in das Gespräch. Es ist wahrscheinlich, dass dieser gelungene Anlass wiederholt wird.

 
 
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