OG Zürich besucht die EMPA

23.12.2015 | OG Zürich Alumni

Von:  Heinz Mäder

Das Interesse an der von der Ortsgruppe Zürich organisierten Besichtigung der Eidgenössischen Materialprüfungs- und Forschungsanstalt (EMPA) war von Beginn an gross. Die hohen Erwartungen  der Teilnehmer wurden dann am Tag des Besuchs in Dübendorf auch nicht enttäuscht: Die Besucher erhielten einen einmaligen Einblick in die Tätigkeiten der EMPA und deren aktuellen Forschungsschwerpunkte.

OG Zuerich_EMPA  
Die Alumni der OG Zürich bei der Besichtung der EMPA in Dübendorf.

In einem ersten Teil der Besichtigung wurden die Alumni der OG Zürich in die heutigen Tätigkeiten der EMPA eingeführt. Viele staunten über die Vielfalt der Aktivitäten, für die die EMPA aktuell zuständig ist. Das Bild von der Anstalt, in welcher hauptsächlich Biegeversuche durchgeführt und Reissfestigkeiten geprüft werden, ist definitiv überholt. „Die EMPA ist eine dem ETH Rat unterstellte Institution. Sie sieht sich vor allem als Bindeglied zwischen Grundlagen- und anwendungsorientierter Forschung“, erklärte ein Mitarbeiter den Alumni. Materialprüfungen werden zwar nach wie vor durchgeführt, der Schwerpunkt liegt jedoch heute klar in der Forschung.

Einblicke in unterschiedliche Forschungsbereiche

Nach der thematischen Einführung durften die Alumni drei unterschiedliche Labors besichtigen. Als erstes ging es ins Röntgenzentrum. Dieses umfasste sowohl ganze Anlagen zur Untersuchung von grossen Objekten, wie beispielsweise einen Computer-Tomographen für Container, wie auch spezielle Röntgenapparate für die Analyse von kleinsten Materialien.

Ein ganz anderes Forschungsgebiet wurde den Alumni im zweiten Bereich, dem Labor für umweltfreundliche Fahrzeugantriebe, aufgezeigt. Dort werden beispielsweise Lieferwagen auf Gas umgerüstet und dann jegliche Messungen und Analysen zu diesem Thema durchgeführt. Zudem finden im gleichen Labor auch eher praxisorientierte Versuche mit Brennstoffzellenantrieben statt.

Anschliessend ging es weiter in das nächste Labor, wo die Mitarbeiter den Teilnehmenden den Windkanal zeigten. Die beeindruckende Anlage dient nicht nur der Optimierung von Rennautos oder Flugzeugen, sondern auch der Untersuchung von Städtebauthemen. „Welchen Einfluss üben beispielsweise Hochhäuser auf die Luftzirkulation in den Strassen aus? Fragen dieser Art werden hier behandelt“, so der Mitarbeiter. Zu deren Beantwortung wendet die EMPA innovative Methoden an, die es ermöglichen, detaillierte Messergebnisse zu erzielen.

Neue Materialen optimal einsetzen

Zum Abschluss erhielten die Alumni einen Einblick in das von der EMPA geführte Projekt „Materials meet Life“. „In diesem Projekt beschäftigen sich verschiedene Forschergruppen mit unterschiedlichen Materialien. Sie versuchen, den optimalen Einsatz dieser Materialien zugunsten der Menschen zu finden“, erläuterte der Mitarbeiter. Die Zusammenarbeit mit der ETHZ, der EPFL, weiteren nationalen und internationalen Universitäten ist bei diesem Projekt von zentraler Bedeutung.

Nach der Besichtigung der Labors und den thematischen Erläuterungen ging es für die Alumni weiter in den zweiten Teil des Programms: den Apéro. Mit der geballten Ladung äusserst interessanter Einblicke in die Tätigkeiten der EMPA war genügend Diskussionsstoff vorhanden, sodass die Alumni der OG Zürich den Abend mit interessanten Gesprächen ausklingen lassen konnten.

Ein Zusammenschnitt der Besichtigung der EMPA (von Laurent Audergon)
 
 
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25.06.2017
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