Süsser Besuch in der Confiserie Honold

12.02.2016 | MBA SCM Alumni

Von:  Stephan Tschudi

Seit 106 Jahren wird am Rennweg 53 im Herzen der Zürcher Altstadt die hohe Kunst der Confiserie betrieben. Die Mitglieder MBA Supply Chain Management durften Ende Januar einen Blick hinter die Kulissen werfen und sich in die geheime Welt der Schokolade einführen lassen.

Die Alumni des MBS SCM als Confiseure  
Die Alumni des MBS SCM als Confiseure

Was 1905 mit zehn Angestellten seinen Anfang nahm, ist mittlerweile zu einem Unternehmen mit über 85 Mitarbeitern angewachsen. Seit Februar 2013 werden Schokolade, Pralinen, Marzipan sowie andere Confiserie-Produkte in der Filiale in Küsnacht hergestellt. Das Geschäft wird heute in vierter Generation von Cristina de Perregaux geführt.

Exotische Gewürze aus der ganzen Welt

Unter der kundigen Anleitung von Ivo Jud, Chef Chocolatier der Zürcher Traditions-Confiserie Honold, wurden die Teilnehmer des „MBA SCM Company Visit“-Events durch den Betrieb in Küsnacht geführt und in die Geheimnisse der Produktion eingeführt. Für einmal standen nicht grosse Fabrikationsmaschinen im Focus, sondern altes Handwerk. Honold legt bei seiner Produktion grossen Wert auf Frische und Qualität seiner der Produkte, wie Ivo Jud den Besuchern erklärte. Die verwendeten Rohmaterialien sind deshalb sorgfältig ausgesucht und verarbeitet. Palmöl, das immer öfters für die Produktion von Schokolade verwendet wird, wird bei Honold nicht benutzt. Dafür stehen ausgewählte Gewürze wie Kardamom, Piment, Sezuan-Pfeffer oder Chili im Zentrum, welche Ivo Jud, weitgereist und weltoffen, in seine Kollektion einfliessen lässt.

Kakaobohnen aus dem botanischen Garten der Stadt Zürich

Selbstverständlich durften die Besucher auch ihre eigenen Pralinen dekorieren, bevor es ans Schoggi-Degustieren ging. Spezielle Kreationen wie Pralinen mit hausgemachtem Caipirinha, Gin oder schottischem Single Malt Whisky überzeugten genauso sowie „echte“ Schweizer Schoggi.  Deren verwendete Kakaobohnen stammten aus dem botanischen Garten der Stadt Zürich. Fermentiert und zu Schoggi-Plätzli verarbeitet wurden sie in Küsnacht.

Palmöl verdrängt Kakaopflanzen

Als Supply Chain Experten interessierten sich die Teilnehmer natürlich auch für die Wertschöpfungskette des Kakaos. Mit Besorgnis mussten sie erfahren, dass immer weniger Kakao angepflanzt und an dessen Stelle vermehrt das weniger pflegeintensive Palmöl gepflanzt wird. Auch nicht auszudenken, was mit dem Rohstoff geschieht, wenn die weltweite Nachfrage nach Schokolade weiter steigt. Dies hielt die Teilnehmer vorerst jedoch nicht ab, die feinen Pralinen in vollen Zügen zu geniessen. Dabei wurde fast vergessen, dass anschliessend noch ein (Käse-)Fondue auf dem Plan stand. Bei einem Glas Wein diskutierten die Teilnehmer im Anschluss über das Herzblut, mit welchem sich der Chef Chocolatier für seinen Beruf einsetzt. Solche Mitarbeiter wünschten sich alle!

 
 
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22.03.2017
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