Ausflug in die spannende Welt der Landestopographie

25.04.2016 | OG Zürichsee Alumni

Von:  Ueli Zahler

Ende März machten sich die OG Zürichsee Alumni auf nach Bern, um das Bundesamt für Landestopografie swisstopo zu besichtigen. Dieses wurde vor 178 Jahren vom Schweizer General Guillaume-Henri Dufour als eidgenössisches topographisches Büro in Genf gegründet und war damit das erste Bundesamt der Eidgenossenschaft.

Swisstopo
Swisstopo

Heute gehört das Bundesamt für Landestopografie zum Departement für Verteidigung, Bevölkerungsschutz und Sport. Das erste Blatt, wurde für eine topographische Karte im Verhältnis 1:100´000 produziert. Es war das Blatt XVII und wurde 1845 für die sogenannte „Dufourkarte“ gemacht. Sie war über 100 Jahre, d.h. bis in die 1950er Jahre in Gebrauch.

Karten im Wandel der Zeit

Die Kartenherstellung hat sich in der langen Geschichte der Landestopographie mehrfach verändert. Seit 1930 wird die ganze Schweiz streifenweise überflogen. So kann man sich ein Bild machen, wie die Schweiz von oben aussieht. Da sich die Flugstreifen überlappen, misst man auch die Höhen über Grund und erfasst die Landschaft 3-dimensional. Seit 2008 wird an der Schaffung und Nachführung des topografischen Landschaftsmodells (TLM), einer immensen 3D-Geodatenbank der Schweizer Landschaft, gearbeitet. Damit kann dann eine Landschaft oder Stadt auch dreidimensional erstellt oder ausgedruckt werden. 

Geologie und Topographie

Seit vielen Jahren gibt es auch spezielle geologische Karten der Schweiz. Im Jahr 2006 wurde dann die Landesgeologie der Landestopographie unterstellt. Swisstopo produziert seither auch geologische Karten – im von den Landeskarten bekannten Massstab von 1:25‘000. Für die Pflege der geologischen Daten muss viel Aufwand betrieben werden. Zum Beispiel werden Tiefenbohrungen gemacht, um die verschiedenen Schichten des Schweizer Untergrunds zu erfassen.

Aufwendige Datenbeschaffung

Diese geologischen Karten sind teuer und somit nicht kostendeckend zu produzieren. Jedoch sind sie von besonderer Wichtigkeit, etwa bei Siedlungsplanungen, dem Tunnelbau oder auch in der Diskussion um mögliche Atomendlager. Um die Kosten zu reduzieren, werden die Landeskarten nach und nach umgestaltet. Mit neuer Grafik können die Karten schneller nachgeführt werden, da für die neuen Prozesse weniger Handarbeit nötig ist.

Faszinierende Landschaftsmodelle

Auch eine grosse Druckerei befindet sich bei der Landestopographie. Dort steht eine grosse Druckmaschine die in der Lage ist, vier Farben nacheinander zu drucken und kann in zusätzlichen Arbeitsschritten noch weitere Farben hinzudrucken. Die Alumni waren beeindruckt von der Führung durch die Landestopographie. Besonders fasziniert hat das topographische Landschaftsmodell und die Möglichkeiten, die damit verbunden sind.

 
 
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