„Leadership nach LP3“ – ein Erfahrungsbericht

10.05.2016 | Alumni Career

Von:  Regula Störrlein

An einem verregneten Sächsilüüte-Montag fanden sich 16 Teilnehmende, davon zwei Linkshänder, zum LP3 Leadership-Kurs ein, welcher als Career Training von der ETH Alumni Vereinigung angeboten und von Gerhard Grieb geleitet wurde. Alle Teilnehmenden fanden den Alumni Pavillon auf Anhieb, wobei die eigene Erinnerung von „in der Nähe zur Mensa“ hilfreicher war, als die Karten auf der ETH-Webseite. Ein Erfahrungsbericht von Regula Störrlein.

Gerhard Grieb
Gerhard Grieb

Nach dem Begrüssungskaffee stiegen wir ohne Vorstellungsrunde direkt in die erste Übung ein. Die vier Damen und elf Herren teilten sich in drei Gruppen auf und bekamen vom Kursleiter eine „einfache“ Aufgabe gestellt.

Sofort raus aus der Komfortzone

Vier kurze, klare Anweisungen waren zu befolgen, was zu angeregter Diskussion in den Gruppen führte und jeden von uns zwecks Lösungsfindung zünftig aus der eigenen Komfortzone herauskatapultierte. Vollends wach und angeregt von dieser ersten Übung waren wir nun alle präsent und bereit, den Ausführungen von Gerhard Grieb zu folgen.

Die Kategorien des LP3 Modells

Mit anschaulichen Beispielen wurden wir in die neun Kategorien des LP3 Modells eingeführt, wobei der erfahrene Coach es meisterhaft verstand, die eigenen Führungserfahrungen der Kursteilnehmenden einzubeziehen. Mit der Vergabe von Punkten konnten wir für uns eruieren, wo wir noch Potential für uns selber sehen, wo wir bereits gut sind und was uns Spass macht. Als zehnte Kategorie stellte Gerhard Grieb die Selbstreflexion vor. Damit wird das eigene Potential erkannt, was auf die Kernaussage des Kurses und des LP3 Modells hinausläuft: Eine gute Chefin oder ein guter Chef muss sein Potential kennen und seine Power beherrschen, um die gewünschte Performance zu erzeugen. Jeder Teilnehmer erhielt als Aufgabe in Selbstreflexion einen Punkt auszuloten, wo man sich in Zukunft verbessern will. Dabei erinnerte uns Coach Gerhard Grieb aktiv daran, nicht zu sparsam mit der Wertschätzung, sprich Lob, für uns selbst zu sein!

Alle im selben Boot

Während den Pausen und über Mittag bestand gute Gelegenheit, die anderen Kursteilnehmenden kennenzulernen und zu Netzwerken. Die Erkenntnis, dass jeder und jede mit gewissen Führungsfragen zu kämpfen hat, lockerte die Stimmung auf und es entstanden lebhafte Gespräche. Am Ende des Kurses hatte jeder Teilnehmer eine Aufgabe im Gepäck. Zufrieden und in angeregter Stimmung verliessen die Kursteilnehmenden den Alumni Pavillon. Das Wetter hatte sich nicht gebessert und so wurde das Netzwerken gleich weitergeführt, indem wir uns unter den wenigen Schirmen gruppierten.  

Apropos Linkshänder

Betreffend Linkshänder: eine weitere Erkenntnis des Kurses war, dass das Ändern von Prozessen eben Zeit benötigt. Praktische Übung: jeder solle mal mit der anderen Hand die Zähne putzen.

 
 
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Thu Mar 23 15:43:48 CET 2017
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