Melanie Graf – Trägerin des Alumni Stipendiums 2016

04.05.2016 | Alumni Porträts

Von:  Judith Setz

Die 22-jährige Pharmazie-Studentin Melanie Graf ist die diesjährige Trägerin des Alumni Stipendiums (Zimmermann-Fonds) in der Höhe von CHF 10‘000. Ausgewählt wurde Melanie aufgrund ihrer hervorragenden Leistungen in den Basisprüfungen. Die ETH Alumni Vereinigung sprach mit ihr über ihr Studium, ihre Zukunftspläne und was das Stipendium für sie bedeutet.

Melanie Graf
Melanie Graf

Melanie, Du bist Gewinnerin des diesjährigen ETH Alumni Stipendiums in der Höhe von CHF 10‘000. Herzlichen Glückwunsch! Was bedeutet dieses Stipendium für Dich?

Ich habe mich natürlich sehr darüber gefreut und möchte mich an dieser Stellen herzlich dafür bedanken. Dank dem Stipendium kann ich nun meine Eltern finanziell entlasten, was mich sehr freut. Sie unterstützen mich immer bei allem, was ich mache und stellen so oft ihre eigenen Bedürfnisse zurück. Und dann ist es natürlich eine wunderschöne Anerkennung für meine Leistungen und eine riesige Motivation und Bestätigung, so weiterzumachen wie bis anhin. Es zeigt mir, dass ich auf dem richtigen Weg bin. Gerade auch, weil ich ja aufgrund meiner Noten ausgesucht wurde.

Seit 2014 studierst Du nun an der ETH. Warum hast Du Dich für ein Studium an der ETH entschieden?

Ich habe mich immer für Naturwissenschaften und Mathematik interessiert und hier ist die ETH einfach die Top-Adresse in der Schweiz. Als ich mich dann für Pharmazie entschied, kam neben der ETH eigentlich nur noch die Universität Basel in Frage. Ich habe mir beide Unis angeschaut und mich dann für die ETH entschieden. Im Gegensatz zur Uni Basel habe ich mich hier sofort sehr wohl gefühlt, es hat einfach von Anfang an gestimmt.

Ursprünglich hast Du ein Studium der Pharmazeutischen Wissenschaften BSc begonnen, wechselst nun aber diesen Herbst zur Mathematik. Warum der Wechsel?

Ich habe mich eigentlich schon immer sehr für Mathematik interessiert. Beim Lösen von mathematischen Problemen kann ich die Zeit komplett vergessen. Nach der Matura habe ich es mir aber nicht zugetraut, ein Mathematik-Studium zu beginnen, auch wenn ich in der Schule immer sehr gute Noten hatte. Deshalb habe ich mich für Pharmazie entschieden, da diese Studiumsrichtung alle Naturwissenschaften miteinander verbindet. Obwohl ich am Anfang sehr begeistert war, habe ich nun aber im zweiten Jahr gemerkt, dass es zu biologielastig wird und mir die Mathematik einfach viel zu stark fehlt. Nach längerem Überlegen habe ich mich darum entschlossen, das Studienfach zu wechseln. Denn wenn ich es jetzt nicht probiere, werde ich es sicherlich einmal bereuen. Ich möchte mich später nicht fragen müssen, was wäre gewesen, wenn ich Mathematik studiert hätte? Jetzt, da ich mich entschlossen habe, freue ich mich sehr auf den Herbst. Ich habe bereits das diesjährige Skript heruntergeladen und bin fleissig daran, es durchzulesen und erste Übungen zu lösen.

 

Das Alumni Stipendium ist eine wunderschöne Anerkennung für meine Leistungen und eine riesige Motivation und Bestätigung, so weiterzumachen wie bis anhin. Melanie Graf, Alumni Stipendiatin 2016

Wie erlebst Du den Alltag an der ETH?

Sehr abwechslungsreich! Ich treffe immer wieder interessante Persönlichkeiten, seien es Dozenten, Assistenten oder andere Mitstudierende. Als bereichernd finde ich beispielsweise den Austausch mit den Assistenten in den Praktika. Hier erfahre ich aus erster Hand über die neusten Forschungen, was ich sehr spannend finde, da diese Informationen ja oft noch nicht in den Fachbüchern publiziert sind. Was mir auch sehr gefällt ist das riesige Sportangebot des ASVZ, das ich oft nutze. Kurz, an der ETH hat es eigentlich fast alles, was ich brauche. Manchmal habe ich fast das Gefühl, ich lebe hier (lacht).

Was möchtest Du nach Deinem Studium machen?

Da ich mich nun für den Wechsel zur Mathematik entschieden habe, weiss ich noch nicht so genau, wohin es gehen wird. Während des Pharmazie-Studiums habe ich immer gedacht, dass ich anschliessend in die Industrie gehen würde. Jetzt muss ich zuerst einmal eine Standortbestimmung machen und mich in der Mathematik einleben und schauen, welches Gebiet mir überhaupt gefallen wird. Ich denke, es ergibt sich dann automatisch mit der Zeit, in welche Richtung ich gehen werde.

Was machst Du als Ausgleich zu Deinem Studium?

Sport ist für mich ein wichtiger Ausgleich. Ich gehe oft ins Fitness und mache Bodyforming. Früher habe ich auch Softball gespielt, dafür habe ich momentan leider einfach zu wenig Zeit. Zudem lese ich sehr gerne ein gutes Buch, hier sind es vor allen Mathe-Bücher, die mich fesseln. Eine weitere Abwechslung ist mein Wochenend-Job. Samstags und sonntags arbeite ich bei einer Agentur für Sportfotografie und bin dort zuständig für die Auswahl und Bearbeitung der Bilder. Obwohl dies Arbeit ist, gefällt es mir sehr gut, denn es ist ein Kontrast zum Studium und gibt mir einen guten Einblick in die Berufswelt. Zusätzlich dazu gebe ich noch Mathematiknachhilfe an Schüler in der Kantons- und in der Bezirksschule, was mir ebenfalls Spass macht, vor allem wenn ich merke, dass meine Nachhilfeschüler ein besseres Verständnis für Mathematik und im besten Falle sogar Freude daran bekommen.

Das Stipendium wird von Alumni finanziert. Kannst Du Dir vorstellen, nach Deinem Studium andere Studierende ebenfalls mit einem Spendenbeitrag finanziell zu unterstützen?

Das kann ich mir sehr gut vorstellen. Ich finde den Gedanken sehr schön, dass ich in einem späteren Zeitpunkt im Leben etwas davon zurückgeben und damit einem Studenten das ermögliche kann, wovon ich nun profitieren darf.

Wir wünschen Melanie viel Erfolg und Freude bei ihrem weiteren Studium!

 
 
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