Hinter den Kulissen beim Schweizer Fernsehen SRF

22.11.2016 | MAS MTEC Alumni

Von:  Rahel Byland

Wer schon immer mal im Studio der Tagesschau stehen, einen Fuss in die Arena setzen oder von einem Teleprompter lesen wollte, war beim Anlass der MAS MTEC Alumni am 15. November genau richtig. Die Alumni-Gruppe besuchte eine Führung in den Studios des SRF und lernte, was es alles braucht, um ein nahtloses Fernsehprogramm zu gestalten.

MAS MTEC meets SRF
MAS MTEC meets SRF

Es war ein besonderer Abend beim Schweizer Fernsehen. In einem der grossen Studios zeichnete Robbie Williams gerade sein Konzert für die Schweiz auf. Um dem grossen Star nicht in die Quere zu kommen, musste die kleine Alumni-Gruppe für ihren Weg ins Sportstudio verschlungene Pfade gehen. Einmal angekommen im vom Bildschirm vertrauten weissen Dekor, staunten sie erstmals ob der grossen Zahl von Scheinwerfern an der Decke. Drei Scheinwerfer brauche es mindestens, um Steffi Buchli nicht flach aussehen zu lassen, erklärte der Führer. Während der Moderation orientieren sich die Moderatoren an sogenannten Moderationspunkten. Da diese nach Städten bezeichnet sind, machen die Moderatoren in jeder Sendung eine kleine Weltreise.

Weihnachten im Sommer?

Im flexiblen Studio erfuhren die Alumni, dass immer gleich mehrere Ausgaben einer Spielsendung wie 1 gegen 100  hintereinander aufgezeichnet werden, damit die Umbaukosten tief gehalten werden können. So kann es schon mal sein, dass im Sommer bereits Weihnachtsbäume zu sehen sind. Oder aber ein Satz viermal verschieden aufgenommen wird, um sich an den Ausgang eines am Sendedatum ausgetragenen Fussballspiels anpassen zu können.

Einmal durchs Wochenprogramm

Weiter ging es mit einem Ausflug in die Dekors der Arena, von Schawinski, dem Club und von Puls. Sie sind alle geschickt gebaut, denn die runden Formen lassen die Studios grösser aussehen als sie eigentlich sind. Den Abschluss machten die Tagesschau, eine Demonstration des Teleprompters und ein Einblick in Regie und Produktionsräume. Hier wird Präzisionsarbeit geleistet, damit internationale Sendungen pünktlich aufgeschaltet und Lücken gefüllt werden können, wenn beispielsweise eine Sportübertragung kürzer ausfällt. Nie gekürzt wird allerdings die Werbung, denn diese bringt nebst den Billag-Einnahmen die nötigen Mittel fürs vielfältige Programm.

Nach fast zwei Stunden beim SRF war die Alumni-Gruppe um viele Eindrücke reicher, doch leider immer noch ohne Autogramm von Robbie Williams. Zumindest Fernsehen werden die Teilnehmer aber wohl mit etwas anderen Augen.

 
 
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Thu Mar 23 07:16:41 CET 2017
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