Wohnhaus, Bürogebäude und Versuchslabor in einem

02.11.2016 | Materials Alumni

Von:  Philipp Reibisch

Eine Gruppe der Materials Alumni konnte am 3. Oktober das neueste Forschungsgebäude NEST der Empa besuchen und erhielt durch den Rundgang des Geschäftsführers Reto Largo viele spannende Einblicke.

Die Materials Alumni
Die Materials Alumni im NEST

Das NEST wurde im Mai diesen Jahres eröffnet; der Geschäftsführer hat sein Büro aber erst vor wenigen Wochen übernommen und die ersten Bewohner ziehen im November ein. Der Besuch der Materials Alumni galt deshalb wirklich einer Neuheit. Nicht nur das Gebäude ist neu, auch das Konzept dieses jüngsten Bauwerks auf dem Gelände der Empa Dübendorf darf als äusserst innovativ gelten. Auch einige Monate nach der Eröffnung ist es nicht fertig, doch das soll es auch gar nicht werden: Unverändert bleibt im NEST lediglich der Gebäudekern, alle anderen Module, sogenannte Units, werden in den nächsten Jahren regelmässig ausgetauscht. So können aktuelle Themen untersucht und neue Ideen aufgenommen werden. Grundidee dabei bleibt die Innovation im Gebäudebereich voranzutreiben.

Das „Living Lab“

Ein weiterer wichtiger Aspekt ist die Nutzung. Anders als in einem abstrakten Labor werden im NEST die Units im Alltag genutzt, um Erkenntnisse über ihre Tauglichkeit zu gewinnen. Es ist somit Wohnhaus, Bürogebäude und Versuchslabor in einem: als ein «Living Lab» soll es zeigen, dass die jeweiligen Ideen und Konzepte nicht nur auf dem Papier, sondern auch im realen Leben funktionieren. Die zahlreichen Industriepartner können dadurch beispielsweise potentiellen Kunden ihre Produkte direkt eingesetzt zeigen und so auf ihre Alltagstauglichkeit testen.

„Probieren geht über Studieren“

Bei der Tour konnten die Teilnehmer die zwei schon fertigen Units genauer ansehen und diverse Einrichtungen selber ausprobieren. Beispielsweise schallgedämpfte Arbeitsplätze in einem Grossraumbüro, ein Waschbecken aus Holz oder ein flexibel gestaltbares Sitzungszimmer. In all diesen Bereichen werden neue Materialien und Raumkonzepte eingesetzt und erprobt. Verschiedene Produkte sind bereits kommerziell erhältlich, neben der Abwasseraufbereitungsanlage gab es etwa einen vor Ort aus Urin produzierten Dünger zu sehen. So zeigt das NEST anschaulich, was heute möglich ist und dass die Konzepte alltagstauglich sind.

Beim abschliessenden Apéro konnten die Alumni den Abend ausklingen lassen und die eine oder andere Idee für den eigenen Alltag wurde lebhaft diskutiert.

 

 
 
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